September
So
25
20:00
Krypto Kosmetik
Konzert
Mi
28
20:00
Tarostraße - Leipzig essen Fußball auf.
Freier Eintritt
Film & Gespräch
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Fr
30
20:00
Rand
PREMIERE
Theater
Oktober
Sa
01
20:00
Rand
Theater
So
02
18:00
Was macht der Krieg? – Lesung und Gespräch mit Özlem Dündar und Joshua Groß
Lesung & Gespräch
Mi
05
20:00
Aşk, Mark ve Ölüm // Liebe, D-Mark und Tod
Kino
Fr
07
20:00
Über die Einsamkeit des Menschen
Theater
Sa
08
20:00
KARDAMOM KOLLEKTIV: Alternating Connections // EP Release
Konzert
So
09
13:00
KICK OFF: Auswege!? - Theatre For Future
Freier Eintritt
Jugend-Theaterwerkstatt (14-27J)
So
09
20:00
Rand
Theater
Mi
12
20:00
Die Saat
Kino
Do
13
20:00
ANALYSE:PARALYSE: Görda & Flausen MC mit Dr. Dorax & Kulmbach
.
Festival für Mitbestimmung durch Kunst
Fr
14
19:00
ANALYSE:PARALYSE: Minenfeld Dolmetschen
.
Festival für Mitbestimmung durch Kunst
>>> PREMIERE | PREMIERE | PREMIERE <<<
Sa
15
19:00
ANALYSE:PARALYSE: Narziss
.
Festival für Mitbestimmung durch Kunst
So
16
20:00
ANALYSE:PARALYSE: Ich zahl's euch reim - Ein Abend über Liebe, Durst und Politik
.
Festival für Mitbestimmung durch Kunst
Mo
17
20:00
Azind – Leipziger Tage für Klezmer und osteuropäische Musik
Konzert
Mi
19
20:00
Der laute Frühling – Gemeinsam aus der Klimakrise
Film & Gespräch
Fr
21
19:00
Politisch Schreiben: PS#7 RELEASE!
Lesebühne
Sa
22
20:00
Narziss
Theaterperformance
So
23
11:00
46. Leipziger Jazztage: LU:V & friends »Takina Takina Taki«
Konzert [ab 6 Jahren]
So
23
20:00
46. Leipziger Jazztage: Reza Askari & Tanasgol Sabbagh // The Punk & The Gaffers
Konzert
Mo
24
18:00
46. Leipziger Jazztage: Kalle Kalima & Tatu Rönkkö // Abacaxi
Konzert
Di
25
20:00
Literarischer Herbst: Beste erste Bücher – vier ausgewählte Romandebüts
Lesebühne
Mi
26
20:00
Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush
Kino
Fr
28
20:00
DINOPERA - eine experimentelle Puppenoper
Figurentheater [ab 14 Jahren]
Sa
29
17:00
DINOPERA - eine experimentelle Puppenoper
Figurentheater [ab 14 Jahren]
Sa
29
20:00
DINOPERA - eine experimentelle Puppenoper
Figurentheater [ab 14 Jahren]
So
30
17:00
CLUB-EVENING: Infotalk + Jam Session
Freier Eintritt
Klubtreffen
zum Spielpan
Rand
Veranstaltungsbild

von Miroslava Svolikova

„der rand der eigenen vorstellung, die grenzen der eigenen vorstellung, wo gehe ich noch mit und wo nicht mehr, wo ist noch ich und wo nicht mehr, wo ist noch mein wir und wo nicht mehr. (…) der rand von der welt, die eine scheibe ist, von der man runterfliegt, der rand, wo die einhörner lauern, hinter dem rand ist das ende der welt, das ende der bühne.“

Eine Forschungsgruppe Soziologen hat die bisher unbekannte Kultur der Tetrissteine ganz alleine entdeckt. Astronauten, die in einer Sonde durchs Weltall irren, können nur noch aufgrund eines unermesslichen Pulvervorrats überleben. Und der Kakerlakenpriester ist privat auch Kammerjäger. Die Figuren konkurrieren um den Platz in der Mitte, den Platz auf der Bühne. Denn am Rand will niemand sein. An den Rand schiebt man, was einem nicht passt. Die Zukunft zum Beispiel. Doch wie lange lässt sie sich noch ignorieren?

Dinge, Menschen, Eindrücke, jeden Tag, immer. Wir ziehen einen akkuraten Rand um das, was wir wahrnehmen (wollen). Wir ordnen ein. Wir nehmen Bezug. Auf alles können wir uns nicht beziehen. Was wir einordnen, ist abgelegt, abgetrennt, sorgsam umrandet.

Was ist Rand? Wie können wir ihn betrachten, wie begreifen? Aus uns selbst heraus, unser Menschsein fest verknüpft mit dem Bewusstsein darum, einen begrenzten Körper zu haben? Abgegrenzt zu sein durch die eigene Haut? Das bin ich, das ist das Andere. Das sind die Anderen. Wo ich bin, ist Mitte. Wer verzichtet schon gern auf die Mitte? Und wer ist schon gern am Rand? Ein Selbsterhaltungstrieb, der uns dorthin drängt, wo wir überleben können? Mitte. Aber welcher Mensch schaut da wo hin, welcher Mensch forscht da wozu, wer oder was befindet sich am Rande des Erfassten? Wenn Rand abgrenzt, dann wovon? Außer Rand und Band. Gibt es ein Außerhalb des Randes? Und was ist eigentlich drinnen, im Rand: Wo und was ist Mitte? Wer besitzt sie? Wer besetzt sie wann? Wer konstituiert sie und wer ihren Rand? Rand, da wo niemand sein will, da wo ganz viel ist, vor allem immer Platz. Randbecken das auffängt, was nicht mehr in die Mitte passt. Nicht in die Mitte soll. Die Grenze des eigenen Denkens, Rand des Bewusstseins.

Von ebendort scheinen sie auf, Svolikovas Randfiguren, wie Blitzlichter des Unterbewussten, des Verdrängten, Fragmente von Lebensrealitäten am Rande. Hier zeichnen sie sich ab, hier lauern sie, die Träume, die Hoffnungen, die Ängste. Sprachlich einem Bewusstseinsstrom folgend, verknappt, sammeln sie sich in surrealen Bildsituationen, die sich gegenseitig überlagern.

RAND: Ein Herantasten an die Ränder einer absurden Welt, deren Sinn sich nicht mehr erschließt.

Es spielen: Conrad Böhme, Luzie Konermann, Kira Lenz, Marvin Probst & Nele Vahl

Regie: Luca Heinrich
Dramaturgie: Tim Puls
Assistenz: Charlotte Riedner & Lucie Udelhoven
Bühne & Kostüm: Karolin Wallowy & Greta Wilhelm

Zur Homepage des Ensembles geht's hier entlang: https://www.ensemblejedermensch.de/
Dauer: 150min
In Kooperation mit: Freies Ensemble Jedermensch

Termine
Freitag, 30.09.2022 20:00 Uhr
Voll : 9€, Ermäßigt: 6€, Förderpreis: 12€
Samstag, 01.10.2022 20:00 Uhr
Voll : 9€, Ermäßigt: 6€, Förderpreis: 12€
Sonntag, 09.10.2022 20:00 Uhr
Voll : 9€, Ermäßigt: 6€, Förderpreis: 12€