zum Spielpan
Heartbreak Hotel
Veranstaltungsbild

Eine WG in einem schäbigen Haus in einem grauen Berlin. Sechs Menschen wohnen hier, warten darauf, dass das Leben beginnt, sie abholt und mitreißt, dass das Stagnieren endlich ein Ende hat.
Gekoppelt an das Warten schwingen aber auch Erwartungen mit, die wir hinterfragen wollen. Wir möchten die Geschichten rast- und haltloser Menschen erzählen, die noch herausfinden müssen, was das Leben für sie bereithält. Alle diese sechs Menschen kommen von den unterschiedlichsten Teilen der Welt - den verschiedensten Lebenssituationen - doch stecken sie alle schon eine gefühlte Ewigkeit in dieser Situation fest, können sich nicht mehr erinnern wer sie einmal waren und was sie sein wollten, wissen nur, dass sie weiter wollen.
Unser Protagonist Ganin findet einen Weg sich zu befreien, denn statt es ihn nach vorn, in die Zukunft zieht, flüchtet er sich zunächst in seine Erinnerungen an seine erste große Jugendliebe, ausgelöst durch ein Foto der Frau seines Nachbarn. Er durchlebt die Liebe noch einmal, schmiedet Pläne mit ihr ein neues Leben zu beginnen, befreit sich so aus seiner Resignation und Depression.
Die Liebe ist der zweite Aspekt, der unsere Figuren zusammenhält, denn verbunden mit dem Warten auf den Beginn des Lebens ist das Warten auf die Liebe. Der Eine wartet auf seine Frau, der Andere will seiner Tochter nachreisen, scheitert jedoch an deutscher Bürokratie, die Nächste ist unglücklich verliebt, während die Hoffnung sie verlässt.
Erzählt wird eine traumhafte Zwischenwelt des Wartens, welche zwischendurch immer wieder vom Hauch des Mystischen durchzogen wird. Sehr romantisch wird hier von der Kraft, der Boshaftigkeit und Gemeinheit der Liebe erzählt, immer wieder unterbrochen vom Verrückten. Die spiegelt sich auch in den verwendeten Texten wieder, Nabokovs Debutroman „Maschenka“ bietet hier die Grundlage für die Geschichte, seine Sprache steht dabei ebenso sehr im Vordergrund wie die Bilder, dabei kann kaum zwischen Lyrischem und Epischem unterschieden werden. Dieser Romantik steht die Absurdität Samuel Becketts entgegen, Teile seines Romans „Murphy“, sowie seines Meisterwerks „Warten auf Godot“ durchbrechen immer wieder auf absurdeste und komischste Art und Weise die geradlinige Geschichte Nabokovs.

Es spielen: Matteo Schiller, Arthur Hermanns, Leopold Noll, Natalie Tepper, Sophie Behr & Emilia Schulz

Regie: Simon Sladeck
Produktion: Ada Karlotta Kahlo
Technik: Oskar Lowe
Ausstattung: Schiller & Schiller


Dauer: 80min
In Kooperation mit: Das große Simon Sladeck Theaterensemble

Termine
Freitag, 31.05.2024 20:00 Uhr
Voll : 9€, Ermäßigt: 6€, Förderpreis: 12€
Samstag, 01.06.2024 20:00 Uhr
Voll : 9€, Ermäßigt: 6€, Förderpreis: 12€
Freitag, 07.06.2024 20:00 Uhr
Voll : 9€, Ermäßigt: 6€, Förderpreis: 12€