AG Spielplan im „Homeoffice“

Liebe Nachbarinnen und Nachbarn,

aufgrund der aktuellen Lage hat sich die AG Spielplan dazu entschieden, bis auf Weiteres keine Veranstaltungen zu beplanen. Einerseits müssen wir sehen, inwieweit die jetzt nicht stattfindenden Veranstaltungen verschoben werden können. Andererseits kann im Moment niemand sagen, wann genau wieder Veranstaltungen öffentlich stattfinden können. Drum seht bitte erst einmal davon ab, bei uns Auftritte und Termine anzufragen.

Aber halt! Das ist jetzt keine Arbeitsniederlegung!

Ihr könnt uns auf jeden Fall Konzeptideen für Veranstaltungen schicken, die ihr gern einmal bei uns ohne Termindruck umsetzen wolltet. Die AG wird sich dann im „Homeoffice“ mit euch austauschen.

Außerdem rufen wir Dich und Deine Bezugsgruppe dazu auf, aus Deiner Quarantäne oder Selbstisolation – vom Dachboden, aus der Küche, der Badewanne, von der Couch – kreative, witzige, revolutionäre oder einfach nur unterhaltsame Kultur-Beiträge zu produzieren und an anfrage[ät]ost-passage-theater.de zu senden. Wir werden die eingesendeten Beiträge kuratieren und zeitnah auf unseren Kanälen veröffentlichen.

Also: Bleib gesellig, trotz physical distancing!

Deine AG Spielplan 🙂

Ost-Passage Theater stellt den gesamten Spielbetrieb bis 30.04.2020 ein!

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen hat das Plenum mit sofortiger Wirkung die vollständige Einstellung des Spielbetriebes bis einschließlich 30.04.2020 beschlossen. Wir haben es uns mit unserer Entscheidung nicht leicht gemacht. Denn was wäre der Mensch ohne Geselligkeit, Kunst und Kultur? Dem gegenüber steht die gesellschaftliche Verantwortung, die jede und jeder Einzelne hat, seine/ihre Gesundheit und die seiner/ihrer Mitmenschen zu schützen. Wir haben uns entschieden. Wir werden nicht in Vereinzelung verfallen, sondern Geselligkeit, Kunst und Kultur leben. Mit anderen Mitteln! Und uns währenddessen prinzipiell fragen: Was bedeutet Solidarität? Wo fängt sie an, wo hört sie auf? An den Grenzen? An unseren Eigeninteressen? Wer sind eigentlich unsere Nachbar*innen in unserer globalisierten Welt? Wir als Team des Ost-Passage Theaters wollen die „freie“ Zeit nutzen, um uns auf mitmenschliche, nachbarschaftliche Grundsätze zu besinnen: Gesellschaftliche Verantwortung, Solidarität und Menschlichkeit. Unsere Hoffnung ist, dass das große Innehalten neue empathische Kräfte und emanzipatorische Ideen entfaltet, die unser zukünftiges Handeln bestimmen werden. „Ändere die Welt, sie braucht es!“

Konzert SA 14.03. von „Krypto Kosmetik“ abgesagt!

Lies selbst:

„Liebe Freunde des Ost-Passage Theaters,

aufgrund der aktuellen Entwicklung im Zusammenhang mit dem Corona-Virus haben wir uns schweren Herzens dazu entschieden, unser Konzert am Samstag nicht stattfinden zu lassen. Dabei begründet sich unsere Entscheidung weniger aus Angst vor einer eigenen Ansteckungsgefahr, sondern vielmehr aus dem Verantwortungsgefühl, das sich nicht damit vereinbaren lässt, dass sich Menschen auf unserem Konzert mit dem Virus infizieren könnten.Dies tut uns vor allem für die Veranstalter des Theaters leid.

Trotzdem freuen wir uns, das Konzert zu verschieben und möglichst bald bei euch spielen zu können.

Liebe Grüße
Krypto Kosmetik“

+++ ++ +

Dont panic. Take care of yourself. Stay tuned!

Lesung von Said Boluri leider abgesagt!

Leiderleider kann die geplante Lesung von Said Boluris Buch „Der Himmel über der Grenze“ am DO 12.03. um 17 Uhr nicht stattfinden. Der Autor ist kurzfristig erkrankt und hat uns deshalb abgesagt. Bitte sei nicht traurig, eventuell ist die um 20 Uhr des selben Tages geplante Lesung von Pierre Jarawans neuem Roman „Ein Lied für die Vermissten“ ja ein Trostpflaster. Said wünschen wir ansonsten gute Besserung!

 

Wer nicht liest, hat schon verloren! Leipzig-liest-Programm findet wie geplant im Ost-Passage Theater statt

Die Leipziger Buchmesse ist für 2020 abgesagt. Ein schwerer Schlag für Buchhandlungen, Verlage, Autor/-innen und all die Leseratten dieser Welt. Und dabei geht es nicht nur um’s Geschäft, sondern vor allem um die geistige (Weiter)Bildung entlang der Themen und Geschichten, die uns die Bücher vermitteln. Denn das Lesen & Schreiben darf ohne große Umschweife als die entscheidende Kulturtechnik gelten, die uns von den Bäumen geholt und bis in den Cyberspace virtueller Realitäten geführt hat. Diese unglaubliche Ausbreitung menschlichen Geistes über den letzten Winkel des Planeten hinaus, undenkbar ohne das Buch.

Sicher, es gibt gute Gründe, die prinzipiell gegen Mega-Events wie die Buchmesse sprechen. Wenn sich da in wenigen Tagen Hunderttausende durch die riesigen Hallen wälzen und die Bücherstände wie ein Heuschreckenschwarm leerräumen. Es ist eine Überbelichtung sondersgleichen, in deren grellem Licht der feine Ton oft untergeht und die großen Trends die sensiblen Themen überlagern. Und gerade diese Gigantomanie des Messewesens ist der Leipziger Buchmesse in diesem Jahr zum Verhängnis geworden. Ironie der Geschichte: Vollbracht durch ein Wesen, das kaum kleiner sein könnte. Die Absage ist bedauerlich, aber auch konsequent, denn gerade diese Mega-Events bieten dem fiesen Winzling aktuell die besten Bedingungen für Vermehrung und Verbreitung.

Andererseits dürfen wir jetzt nicht voreilig alle Bücher zuklappen und in Panik auseinanderlaufen. Wir müssen unbedingt weiterlesen, wenn die Geschichte weitergehen soll! Und es zeigt sich sogleich Hoffnung, denn mit der Absage der zentralen Messe rückt nun das stärker in den Fokus, was die Vielfalt der Leipziger Buchmesse seit Jahren auszeichnet: Das dezentrale Leipzig-liest-Programm an den unterschiedlichsten, denkwürdigsten und unglaublichsten Orten der Stadt. Viele Händler/-innen, Verlage und Autor/-innen klammern sich nun an die zahllosen Leipzig-liest-Veranstaltungen und ihr Publikum. Und immer mehr Veranstalter/-innen signalisieren auch, dass Lesungen wie geplant stattfinden können. Das Lesefest der Leipzigerinnen und Leipziger ist in diesem Jahr nicht nur Beiprogramm, es tritt an die Stelle der Messe selbst. Darum Leseratten dieser Welt, höret die Signale: Wer nicht liest, hat schon verloren!


Im Ost-Passage Theater hat sich das ehrenamtliche Team viel Mühe gemacht, um ein abwechslungsreiches Programm zusammen zu stellen.

Bereits am Donnerstag, den 12.03., liest um 17 Uhr der im Iran geborene Autor Said Boluri aus seinem Buch „Der Himmel über der Grenze“ (Eckhaus 2019), das in autobiographischen Zügen über eine beschwerliche Flucht nach Deutschland und das schwere Leben als Fremder hierzulande berichtet.

Ebenfalls am Donnerstag, den 12.03., liest um 20 Uhr Pierre Jarawan aus seinem neuesten Roman „Ein Lied für die Vermissten“ (Berlin Verlag 2020) und entführt das Publikum in die zauberhafte, aber auch zutiefst widersprüchliche Welt des Nahen Ostens.

Highlight des diesjährigen Programms ist aber ganz sicher die szenische Lesung von Greta Tauberts brandneuem Buch „Guten Morgen, du Schöner“ (Aufbau Verlag 2020) am Samstag, den 14.03., um 19 Uhr. Analog zu Maxi Wanders Bestseller „Guten Morgen, du Schöne“ von 1977 wagt Taubert in Zeiten von Pegida und AfD eine Liebeserklärung genau an den „Ossiboy“, der nicht tumb meckern oder krakeelend oder brandschatzend durchs Land zieht. Den Abend beschließt dann die Berliner Musikformation „Krypto Kosmetik“ mit ihrer ganz eigenwilligen Selbst-Interpretation als Liedermacher-Funk.

Und zum Abschluss am Sonntag, den 15.03., lädt das Leipziger Autoren-Duo Erepheus & Holger Warschkow um 17 Uhr zu einer gewohnt vielseitigen Lesung von Prosa und Lyrik aus ihren aktuellen Publikationen „Layamon“ und „In der Buße des Augenblicks“ (Wörterleuchten 2019).


Die Eintrittspreise für jede Lesung sind jeweils 5,- € bzw 3,- € ermäßigt. Ein Büchertisch ist vorhanden. Außerdem stehen alle Autor/-innen auch zum Gespräch bereit.

Mehr Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen findest Du in unserem Spielplan.

„Werthers Lotte“ zu Gast am FR+SA 21./22.02. jeweils um 20 Uhr

Am Wochenende FR/SA 21./22.02. jeweils um 20 Uhr zu Besuch im Ost-Passage Theater: „Werthers Lotte“ aus Zürich! Benjamin Truong und Nina Wiener haben sich mit Goethes „Werther“ auseinandergesetzt und rücken in ihrer musikalisch-theatralen Bühnenproduktion „Lotte“ aus dem Schatten des übermächtigen Männerbildes. Textgrundlage bildet dabei ein anonym erschienenes Manuskript von 1775 unter dem Titel „Die Leiden der jungen Wertherinn“. Lotte wird nach ihrer Version der Geschichte befragt. Sie erhält Raum, sich auf ihre Weise an die Vergangenheit zu erinnern. Die Inszenierung lotet dabei die Grenzen zwischen Musik, Bewegung und Sprache aus, und begibt sich auf die Suche nach Ausdrucksmöglichkeiten jenseits von Spartenkonventionen.

ZUSATZ-Vorstellung von „My Own Private Bürokratie“ diesen SA 01.02. um 20 Uhr

Wer es bisher noch nicht zur neuen Produktion der Gruppe ANDIWONDER von interaction Leipzig geschafft hat, bekommt diesen Samstag, den 01.02., um 20 Uhr noch einmal die Chance, das Stück „My Own Private Bürokratie“ zu sehen. Das interkulturelle Ensemble nimmt das Ach und Weh der modernen (Selbst)Verwaltung aufs Korn. Dich erwartet eine rasante und abwechslungsreiche Performance.

Rezension bei The Leipzig Glocal

Zwischen Free Jazz und Politischer Musik: BRIGADE FUTUR 3 live in concert am SA 18.01. um 21 Uhr

Die Jazz-Formation Brigade Futur 3 besteht aus Benjamin Weidekamp vom Benjamin Weidekamp Quartett, Michael Haves von Super 700, Jérôme Bugnon von Seeed und Elia Rediger von The Bianca Story, und ist diesen Samstag, den 18.01., um 21 Uhr live im Ost-Passage Theater zu erleben. Unter dem Motto „Alles wird gut gegangen sein werden“ bringt sie eine herrlich abgefahrene Mischung aus freien Jazzimprovisationen und politischen Texten zu Gehör, um das Publikum im Ambiente des ehemaligen Kinos in der Konradstraße 27 zu verzaubern.

„Sie jammen im Geiste mit Sun Ra, Ellington, Coltrane, Brecht, Weill und Kurt Schwitters. Die Texte sind skurril, böse, zart und sehr konkret. Sie reflektieren unsere Zeit, machen auch mal sprachlos und verlegen das Prinzip Hoffnung nicht ohne Augenzwinkern ins Futur III, in dem alles gut gegangen sein werden wird.“ (Ulf Drechsel – RBB Kulturradio).

Kurze Spielzeitpause vom 23.12.2019 bis zum 07.01.2020

Wir sind dann mal zwei Wochen weg! Besinnliche Feiertage ohne Darmbeschwerden wünscht das gesamte Team des Ost-Passage Theaters. Vertreibt die Geister des alten Jahres und heißet es willkommen, das Neue Jahr 2020!

Wir jedenfalls starten dann wieder durch! Schon am MI 08.01. gibt es Kino ab 20:00 Uhr mit: „Searching Eva“ (Hellenthal, D 2019).

Also: Guten Rutsch! Wir freuen uns auf Dich.

PREMIERE von „Deutschland. Ein Märchenwald.“ diesen FR 13.12. um 20 Uhr AUSVERKAUFT!

Das Freie Ensemble Jedermann feiert am kommenden Freitag, den 13.12., um 20 Uhr mit der neuen Stückentwicklung „Deutschland. Ein Märchenwald.“ Premiere in Uraufführung. Die collagenartige Verdichtung von Texten kreist um die Suche nach der Wurzel unserer Ängste und beginnt: Im „deutschen“ Märchenwald. Das Publikum wird dabei selbst zum Spielball des Geschehens. Also: Wer hat jetzt Angst vor’m bösen Wolf? Die Karten für die Premiere sind schon ausverkauft. Wer sich für die Produktion interessiert, sollte deshalb auf die weiteren Spieltermine ausweichen. Good luck!