In der Naturkunden-Reihe bei
Matthes & Seitz Berlin erscheinen in diesem Herbst zwei außergewöhnliche Essays von zwei Leipziger Autorinnen, die Natur und Krise aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten. In „Zerbrochenes Feuer. Vulkane und das Ende der Welt“ erkundet
Linn Penelope Rieger die zerstörerische und zugleich schöpferische Kraft des Vulkanismus. Magma formte Kontinente, schuf Berge und Lebensräume – und birgt doch unberechenbare Gefahr. Rieger folgt den Spuren gewaltiger Ausbrüche von Lanzarote bis Indonesien, von Martinique bis Italien. Sie erzählt von Angstlust und Erhabenheit, von Hybris und Überleben und stellt die großen Fragen nach Ursprung und Vergänglichkeit.
In „Protest“ berichtet
Mirjam Herrmann von politischem Widerstand angesichts der eskalierenden Klimakrise. Sie war Teil der
IAA-Blockade in München und der spektakulären Kartoffelbrei-Aktion im Potsdamer Museum
Barberini durch die
Letzte Generation. Als sie selbst verurteilt wird, entscheidet sie sich, ihre Ersatzfreiheitsstrafe anzutreten – um zu erleben, wie sich Haft für die eigenen Überzeugungen anfühlt, und um Solidarität hinter Gefängnismauern zu erproben. Herrmanns Essay ist ein kompromissloser Blick auf Mut, Zusammenhalt und den Kampf für unseren gemeinsamen Lebensraum.
Ein Abend über Naturgewalten – geologisch wie gesellschaftlich – und darüber, wie wir ihnen begegnen, moderiert von
Ulrich Gutmair (
taz).
Hier findest Du das ganze Programm des
Literarischen Herbstes 2025:
https://literarischer-herbst.com/