zum Spielpan
Ich war neunzehn
Veranstaltungsbild

„Achtung, Achtung, deutsche Soldaten! Wir beginnen unsere Sendung. Der Krieg ist endgültig verloren. Eure Lage ist hoffnungslos. Wartet nicht. Handelt.“ Fast täglich spricht Gregor Hecker Mitte April 1945 solche Sätze. Die Antwort sind Schüsse. Gregor, gebürtiger Deutscher, emigrierte nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten in die Sowjetunion und wuchs in Moskau auf. Er ist 19 Jahre alt, als er als Soldat der Roten Armee in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs in sein Geburtsland zurückkehrt. Da er die deutsche Sprache fließend beherrscht, ist er vor allem als Übersetzer und als Überbringer von Botschaften per Lautsprecher gefragt. Auf seinem Weg begegnet er Menschen mit unterschiedlichen Lebensrealitäten und Haltungen. Das Vaterland ist ihm fremd geworden. (Wolf, DDR 1967 – FSK 12)
Mehr Informationen: https://de.wikipedia.org/wiki/Ich_war_neunzehn

YouTube-Trailer: https://youtu.be/lkP4gK5Iwrw

Wir zeigen den Film in der Originalsprache auf Deutsch.
Der Film ist Teil der Filmreihe “DEFA-Antifa”, die sich der antifaschistischen Schaffenslinie des staatlichen Filmstudios der DDR widmet. Wie gelang es der DEFA, spannende Geschichten aus der Zeit des faschistischen Deutschlands zu erzählen und Themen wie Widerstandskampf, Überlebenskunst, Opportunismus, Machtstrukturen der Nazizeit umzusetzen? Was gehen uns diese Geschichten heute noch an? Der erste Film der Reihe, „Ich war 19“ von Konrad Wolf, spielt in der dramatischen Zeit des April 1945, als in Deutschland schon kein Krieg mehr war und noch kein Frieden.
Nach der Vorführung des Films sprechen Ulrike Imhof & Angelika Nguyen über den Film, seine Entstehung, seinen Kontext zur Gegenwart und beantworten Deine Fragen.


Dauer: 180min
In Kooperation mit: Rosa Luxemburg Stiftung

Termine
Mittwoch, 17.06.2026 19:00 Uhr
Der Eintritt ist frei.