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Große JUNTA-Nacht
Veranstaltungsbild



JUNTA - Der Bewegungsklassiker (Karten, Würfel & RPG) ist zurück! Ein Brett und sieben Familien, die um Einfluss, Macht und Besitz in einer fiktiven Bananenrepublik am Rande der Welt kämpfen. Schließe Dich mit Freunden oder neuen Bekannten zu einer der großen Familien zusammen, erringt die Macht im Parlament oder putscht gegen die Regierung, stecht die anderen Familien aus und veruntreut so viel wie möglich Entwicklungsgelder auf das Schweizer Bankkonto. Den Gewinner:innen winkt der Große Junta-Wanderpokal des OPT. Für Anfänger und Liebhaberinnen gleichermaßen gut geeignet. Kostümierung ausdrücklich erwünscht!

Bericht vom Spielgeschehen der 3. Großen JUNTA-Nacht

Rebública de las Bananas, 12.07.2019 - Zuletzt am Spieltisch erscheinen die Titelverteidiger, den OPT-Wanderpokal triumphierend in die Höhe haltend. Danach wird die Spielgemeinde so in die sieben Familien der Junta aufgeteilt, dass Newbies und Pros möglichst in Teams zusammenkommen, die Titelverteidiger müssen sich trennen. Ein erster Fingerzeig? Als nächstes finden die obligatorischen Präsidentschaftswahlen statt, um der Weltbank ein stabiles Regime vorzugaukeln und an die begehrten Entwicklungsgelder heranzukommen. Durch den Einfluss der Kirche und den konservativen Kräften gelingt es der Familie von Don "Mr D" Danilecho nach zwei Wahlgängen, sich zum ersten Präsidenten der República ausrufen zu lassen. Doch die Entwicklungsgelder fließen spärlich, das Wetter bringt den Bauern schlechte Ernten und die harte Politik des Innenministeriums, das von der Han-Familie kontrolliert wird, sät Zwietracht in der Junta. Die Verhältnisse destabilisieren schnell und so kommt es, dass der vierte Haushalt der Präsidentschaft des Don "Mr D" Danilecho keine Mehrheit findet, da sich die Christdemokraten von der Regierung abwenden. Als auch ein alternativer Haushalt, vorgeschlagen von der Martini-Familie, scheitert, löst das Innenministerium kurzerhand das "Parlament" auf. Tumulte, ein Putsch ist zum Greifen nah. Aber noch wagt keine Familie den offenen Bürgerkrieg. Der Präsident wird zum Rücktritt gedrängt, und tut das auch. Manche meinen, um das Blutvergießen zu vermeiden, andere um Zeit für die Mobilisierung der eigenen Familie zu schinden. Zum zweiten Präsidenten wählt die Junta sich El Stephano, dessen Familie zwar über wenig Einfluss aber hohes Ansehen in der República verfügt. Doch seine Präsidentschaft bleibt instabil, insbesondere weil auch die Familie des Ex-Präsidenten nach Kräften intrigiert. So dauert es nicht lang, bis sich die durch Dürre und ausbleibende Hilfszahlungen radikalisierten Bauern erheben und damit der Familie von Don "Mr D" Danilecho und der Han-Familie den Vorwand zum Putsch liefern. Bewaffnete Demonstranten organisieren sich noch am selben Abend vor der Russischen Botschaft und ziehen zum Radiosender der Hauptstadt, wo das Innenministerium eilig Poilizeikräfte massiert. Christliche Milizen patrouillieren durch die Boulevards der Innenstadt und von den Vororten her geht das Gerücht, dass Brigaden aller drei Armeen ihre Kasernen verlassen hätten und auf unterschiedliche strategische Gebäude rund um das Parlament vorrücken würden. Die gespenstische Ruhe, die bleiern über der Stadt liegt, wird spät in der Nacht jäh durch Granatenfeuer durchbrochen. Einheiten der Luftwaffe und der Marine haben sich den Putschisten angeschlossen und den Radiosender sowie den Präsidentenpalast unter Beschuss genommen. Daraufhin kommt es in den frühen Morgenstunden zum Sturm. Demonstranten, bewaffnet mit Absperrgittern, Holzlatten und erbeuteten Schusswaffen, setzen der Polizei vor Ort derart zu, dass diese den Radiosender vorübergehend räumen muss. Ein zähes und blutiges Ringen beginnt und erst als die Meldung durchsickert, dass die Palastwache des Präsidenten vollständig geschlagen ist und die regierungstreuen Armee-Einheiten demoralisiert, geben auch die letzten verbliebenen Gendarme ihren Widerstand auf. Über alle Kanäle des eroberten Senders fordert der Rebellenführer die Bevölkerung auf, von der aktuellen Regierung abzulassen und den Weg für Neuwahlen freizumachen. Das überzeugt letztlich auch die militanten Student*innen, die sich während des gesamten Putsches in der Zentralbank verschanzt hielten. Der Putsch siegt. Der Präsident wird abgeführt, per Feldgericht abgeurteilt und noch am selben Tag standrechtlich erschossen. Die Putschisten wählen wenig später den abtrünnigen Patrone Danielito Maiechos zum dritten Präsidenten der República. Ruhigere Zeiten scheinen anzubrechen. Das Entwicklungsgeld fließt und füllt die Schweizer Bankkonten der Familien. Doch den ehemaligen Führern des Putsches um Don "Mr D" Danilecho und der Han-Familie wird schnell klar, dass sie der neue Präsident kaltstellen will. Mit seiner Politik des Teilens und Herrschens kann er zwar die Mehrheit im Parlament stabil halten, aber auf den Straßen der República regt sich viel Unmut. Eine Serie von schweren Attentaten erschüttert das Regime. Ihnen fällt unter anderem auch der amtierende Innenminister von der Martini-Familie zum Opfer. Tief enttäuscht von den politischen Unruhen gibt der Präsident daraufhin seinen Einfluss teilweise auf und macht den Weg für Neuwahlen frei. Zum vierten und letzten Präsidenten der Rebública de las Bananas wird daraufhin mit großer Unterstützung der gemäßigte und bauernfreundliche Christiano de Torro aus der Wilando-Familie gewählt. Endlich scheint sich die politische Lage zu stabilisieren. Doch dann stürzen die Europäischen und Amerikanischen Banken die Welt in eine tiefe Krise und die Weltbank stellt jäh alle Zahlungen ein. Enttäuscht wenden sich die sieben Familien der Junta von dem Projekt eines pseudodemokratischen Regimes ab, die Rebública de las Bananas zerfällt und alle zählen nur noch die Banknoten, die sie auf ihre Schweizer Banknoten veruntreuen konnten. Den dritten Platz belegt mit 23 Millionen Pesos die Familie von Patrone Danielito Maiechos, der damit seinen Titel nicht verteidigen konnte. Den ersten Platz teilen sich dagegen mit 24 Millionen Pesos die Familie von Don "Mr D" Danilecho und die Han-Familie. Drei Runden SchnickSchnackSchnuck müssen letztlich entscheiden, wohin der Pokal als nächstes wandert. 2:0 gewinnt die Familie von Don "Mr D" Danilecho, und ist damit der Gewinner der dritten Junta-Runde im OPT und neuer Titelträger. Das muntere Spiel endet nach ca. 7,5 abwechslungsreichen Stunden voller Spannung, Begeisterung und Enttäuschung. Zum Schluss ist für alle sicher: Die nächste Runde kommt. Und vielleicht bist Du ja dann auch dabei, wenn es wieder heißt: JUNTA! Lasst uns gemeinsam eine Bananenrepublik lenken und so viel wie möglich Entwicklungsgelder veruntreuen. Die Republik ist tot, viva la república!


Dauer: 360min

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