Veranstaltungsbild
Drei Frauen haben aufgehört zu funktionieren. Jede auf ihre eigene Art, in ihrer eigenen Zeit. Jede von ihnen begegnet der gelben Tapete. Charlotte Perkins Gilmans 1892 erschienener Kurzgeschichte „Die Gelbe Tapete“, die auch von ihren eigenen Erfahrungen mit postnatalen Depressionen und deren Behandlung geprägt ist, wurde direkt nach ihrem Erscheinen von Ärzten vorgeworfen, Leser*innen tatsächlich in den Wahnsinn treiben zu können. Heute gilt sie als feministischer Schlüsseltext, als Paradebeispiel einer Erzählung über die eingesperrte Frau. Die Inszenierung stellt der Protagonistin aus Perkins Gilmans Geschichte zwei weitere Frauen zur Seite: eine junge Hysterie-Patientin, deren Handlungsstrang zum Teil auf historisch verbürgte Personen und Tatsachen zurückgreift, und eine Frau, die im Hier und Jetzt mit mentalen Problemen kämpft. Dabei fragt die Inszenierung nach unserem Umgang mit psychisch kranken FLINTA*-Personen, nach Brüchen und Kontinuitäten über die Zeiten hinweg: Wie begegnen wir ihnen? Hören wir ihnen zu? Nehmen wir sie in unsere Mitte oder sondern wir sie aus? Und welche Auswege suchen die Frauen sich?
Mehr Informationen: https://ost-passage-theater.de/veranstaltungen/die_gelbe_tapete
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