AG Spielplan im „Homeoffice“

Liebe Nachbarinnen und Nachbarn,

aufgrund der aktuellen Lage hat sich die AG Spielplan dazu entschieden, bis auf Weiteres keine Veranstaltungen zu beplanen. Einerseits müssen wir sehen, inwieweit die jetzt nicht stattfindenden Veranstaltungen verschoben werden können. Andererseits kann im Moment niemand sagen, wann genau wieder Veranstaltungen öffentlich stattfinden können. Drum seht bitte erst einmal davon ab, bei uns Auftritte und Termine anzufragen.

Aber halt! Das ist jetzt keine Arbeitsniederlegung!

Ihr könnt uns auf jeden Fall Konzeptideen für Veranstaltungen schicken, die ihr gern einmal bei uns ohne Termindruck umsetzen wolltet. Die AG wird sich dann im „Homeoffice“ mit euch austauschen.

Außerdem rufen wir Dich und Deine Bezugsgruppe dazu auf, aus Deiner Quarantäne oder Selbstisolation – vom Dachboden, aus der Küche, der Badewanne, von der Couch – kreative, witzige, revolutionäre oder einfach nur unterhaltsame Kultur-Beiträge zu produzieren und an anfrage[ät]ost-passage-theater.de zu senden. Wir werden die eingesendeten Beiträge kuratieren und zeitnah auf unseren Kanälen veröffentlichen.

Also: Bleib gesellig, trotz physical distancing!

Deine AG Spielplan 🙂

Der Leipziger Osten: Mehr Soziale Sicherheit durch die Waffenverbotszone?

Für das Sächsische Innenministerium ist klar: Die sogenannte „Waffenverbotszone“ rund um die vordere Eisenbahnstraße macht den Leipziger Osten sicherer. Die Evaluierung des „Erfolgs“ nach einem Jahr Bestehen der Sonderzone, in der grundlegende Bürgerrechte ausgesetzt wurden, durch die Polizeischule Chemnitz wird deshalb nichts anderes ergeben: Gut so, weitermachen! Ob die Sonderechtszone aber tatsächlich mehr Soziale Sicherheit in die Viertel bringt, bezweifelt mittlerweile auch eine Mehrheit im Leipziger Stadtrat und hat deshalb beschlossen, bei der Auswertung des Miss/Erfolges auch die Stimmen, Meinungen und Erfahrungen der vor Ort aktiven Akteure und Nachbar*innen miteinzubeziehen. Wie das praktisch aussehen könnte, weiß dagegen in der Kommunalpolitik keineR so recht. Das Ost-Passage Theater unterstützt deshalb die Kampagne gegen die WVZ und für Soziale Sicherheit, die von Nachbar*innen und Betroffenen ins Leben gerufen wurde. Am Mittwoch, den 04.12. und am Sonntag, den 08.12., finden zwei offene Foren zum Thema im Ost-Passage Theater statt:

  • MI 04.12. „Soziale Sicherheit: Was macht uns wirklich sicher?“ um 18 Uhr
  • SO 08.12. „Ein Jahr Waffenverbotszone“ um 19 Uhr
  • Mehr Informationen: http://ost-passage-theater.de/spielplan/

Lasst uns gemeinsam diskutieren! Der Eintritt ist frei. Um Spenden wird gebeten.

Zum Ende der 1. Spielzeit: Grillfest und performative Kunstinstallation zur Waffenverbotszone am SA 20.07. ab 18:30 Uhr

Nun ist es soweit! Unsere erste Spielzeit geht zu Ende. 16 Premieren, die meisten in Uraufführung, weit mehr als 10.000 Gäste und eine beeindruckende Zahl von 191 Veranstaltungen unterschiedlichster Ausprägung geben ein beredtes Bild darüber ab, wie erfolgreich wir unser Nachbarschaftstheater in den Vierteln rund um die Eisenbahnstraße etablieren konnten.

Aus diesem Anlass laden für diesen Samstag, den 20.07., ab 18:30 Uhr alle Förderer/-innen, Freunde, Nachbarn und Interessierte zu einem kleinen Grillfest direkt vor dem Haus ein. Außerdem werden wir zu Beginn im Eingangsbereich – 30m Luftlinie zur angeblich „kriminellsten Kreuzung Deutschlands“ – eine Kunstinstallation zur Waffenverbotszone enthüllen und performativ einweihen.

Die Installation hinterfragt die Sinnhaftigkeit der nun seit einem dreiviertel Jahr bestehenden Verbotszone, die Auswirkungen auf die ansässige Bevölkerung und die Wechselwirkung mit den restlichen Bürger/-innen der Stadt und darüber hinaus. Die „feierliche Einweihung“ wird dabei performativ an die offizielle Einführung der Verbotszone am 5. November 2018 durch Innenminister Roland Wöller, OB Burkhard Jung und Polizeipräsident Bernd Merbitz anknüpfen und die Wirkmächtigkeit und Relevanz einer solcher Veranstaltung thematisieren.

Also kommt zahlreich, lasst uns gemeinsam ein Zeichen gegen die Stigmatisierung des Viertels setzen und anschließend gemeinsam feiern!

„BOLZPLATZ: Spiel ab!“ – Abschlusspräsentation FR 15.03. und SO 17.03. jeweils 16 Uhr

Kommt um 16 Uhr vorbei und unterstützt den FC OPT! Ein halbes Jahr lang haben Kids zwischen 9 und 12 Jahren jede Woche im Ost-Passage Theater Fußball und Theater gespielt. Und wie durch ein Wunder blieben dabei unsere Scheinwerfer heil! In der gemeinsamen Abschlusspräsentation zeigen sie Phantasietore, die selbst Zlatan Ibrahimovics Jahrhundert-Tor in den Schatten stellen werden. Vorausgesetzt, es gibt keine Verletzungsausfälle und die Ersatzbank bleibt gefüllt – spielen sie zweimal 30 Minuten auf höchstem Straßenfußballniveau, rote Karten, Jubeltränen und Hackentricks inklusive. Eine Werkschau der ganz besonderen Art. Mit offenem Ausgang.

08.03. – Wenn wir streiken, steht die Welt still!

Das feministische Streikbündnis Leipzig lädt Dich am 08.03. zum kieztreffen Ost ab 10:00 Uhr auf den Parkplatz vorm Ost-Passage Theater (bei schlechtem Wetter drin).

Komm vorbei zu Kaffee & Kuchen, feministischen Forderungen, Musik und Open Mic, Bannermalen und T-Shirt-Druck, kreativ, sichtbar, feministisch.

Gemeinsam laufen wir dann 15 Uhr los mit Demozug aus dem Osten Richtung Innenstadt, wo wir am Richard-Wagner auf die anderen Demozüge aus West, Nord und Süd treffen werden, um dann gemeinsam zur Abschlusskundgebung um 17 Uhr auf dem Augustsplatz einzutreffen.

Die Gruppe schreibt in ihrem Aufruf: „Wir sind es, die jeden Tag weltweit bezahlt und unbezahlt zuhören, pflegen, putzen, kochen, Sorge tragen, begleiten, aufpassen, erziehen,
unterrichten, trösten, wickeln und füttern. Dabei ist diese Arbeit lebensnotwendig und häufig wird so getan als wäre es selbstverständlich, dass wir diese Arbeit tun! Lasst uns also gemeinsam international einen kämpferischen und unordentlichen feministischen Streik*tag begehen. Wir möchten euch alle herzlich einladen zu unseren Aktionen zu kommen und euch ermutigen in euren Familien, Betrieben, Gruppen und Vereinen
diesen Tag als Anlass zu nehmen, anzusprechen was euch stört und wütend macht, was euch nervt, was ihr euch wünscht und  schon lange mal sagen wolltet.“

Na dann auf in einen heißen März! Streikende aller Geschlechter vereinigt euch!

Offener Brief zur Waffenverbotszone auf der Eisenbahnstraße

Keine bürgerrechtsfreie Zone in der Eisenbahnstraße

Mit Empörung mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass die Sächsische Staatsregierung mit Unterstützung der Stadt Leipzig trotz der Bedenken vieler zivilgesellschaftlicher Akteure vor Ort ab dem 05.11.2018 eine sogenannte „Waffenverbotszone“ in der Eisenbahnstraße einrichten wird. Als Teil einer politischen Stimmungskampagne in Vorbereitung auf den sächsischen Landtagswahlkampf 2019 baut sie auf einer jahrelangen Stigmatisierung des Viertels durch Medien und Polizei auf. Mit dem Leipziger Osten soll die „Waffenverbotszone“ in einem der wenigen Stadtgebiete in Sachsen errichtet werden, in dem viele verschiedene Kulturen und Religionen respektvoll und friedlich miteinander zusammenleben. Sie löst die tatsächlichen Problemlagen der Viertel nicht, sondern wird sie vielmehr verschärfen. Wir lehnen die „Waffenverbotszone“ aus folgenden Gründen ab:

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Zusätzlich aus aktuellem Anlass: Infoabend zur neuen „Waffenverbotszone Eisenbahnstraße“ – SO 28.10. 20 Uhr

Mit Empörung mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass die Sächsische Staatsregierung in Tateinheit mit der Stadt Leipzig trotz der Bedenken vieler zivilgesellschaftlicher Akteure vor Ort in der Eisenbahnstraße ab dem 05.11.2018 eine sogenannte „Waffenverbotszone“ einrichten wird.

Diese Form der „Stadtentwicklung“ schlägt der soziokulturellen Arbeit der vielen Engagierten ins Gesicht, die sich seit Jahren um ein positiveres Image der betroffenen Viertel bemühen.

Wir interpretieren das als politische Stimmungskampagne der CDU-geführten Staatsregierung in Vorbereitung auf den Wahlkampf 2019 in Sachsen. Offensichtlich passt eines der wenige Stadtgebiete in Sachsen, in dem viele verschiedene Kulturen und Religionen respektvoll und friedlich miteinander zusammenleben, nicht ins Bild einer sächsischen „Wir-sind-Wir“-Ideologie.

Wie auch immer: Wir müssen reden. Was ist zu tun?

Kommt zahlreich am SO 28.10. um 20 Uhr zum Infoabend ins Nachbarschaftstheater in der Konradstraße 27, über ALDI am Rabet.

Mehr Informationen: http://ost-passage-theater.de/spielplan/