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Eine ehrgeizige US-Amerikanerin kommt 1977 nach West-Berlin, wo sie einen Platz in einem legendären Tanzensemble ergattert hat. Doch innerhalb der Kompagnie rumort es, hysterische Gerüchte machen die Runde, und bald wird die verschworene Gemeinschaft auch von einem grausamen Todesfall erschüttert. Die Neuverfilmung des Horrorfilms „Suspiria“ (1976) setzt auf gedeckte Farbe und ein verhaltenes Tempo, obwohl es gleichwohl um die Geschichte der Verführung durch dunkle Mächte geht. Der Tanz wird dabei zum magischen Moment der Besessenheit, während die dämonische Unheimlichkeit des Hexen-Horrors zugunsten eines politisch ambitionierteren Kinos zwischen Opferrolle, Ohnmacht und feministischer Selbstermächtigung in den Hintergrund rückt.
(Guadagnino, IT US 2018 – FSK 16 – OmdU) Mehr Informationen: https://ost-passage-theater.de/veranstaltungen/suspiria