Jedermann – Eine*soziale*Tragödie

* PREMIERE am 6. April 20:00 Uhr *

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Jedermann - Plakatmotiv
Wer ist Jedermann? Einer der Geld hat – und Macht. Ein Lebemann, der sich für nichts zu schade ist, außer für das Geben. Dafür nimmt er viel, sei es die Würde anderer Menschen, die Liebe seiner Buhlschaft oder Geld, Geld und nochmals Geld. Doch dann entscheidet Gott, dass es an der Zeit sei, Abrechnung zu halten mit Jedermann – über seine Taten auf Erden. Verzweifelt beginnt er die Suche nach einem, der mit ihm möge die Reis' antreten. Aber nach und nach verlassen ihn all seine Getreuen und mit Gevatter Tod ist nicht zu spaßen … Wie also trotzdem in den Himmel kommen? Die Lösung liegt doch auf der Hand: BESTECHUNG!
Hugo von Hofmannsthals „Jedermann – Spiel vom Sterben eines reichen Mannes“, das im Jahre 1911 erschien, ist Gesellschaftskritik durch und durch. Während Hofmannsthal aber vor allem in der Bekehrung zum Glauben und einem Leben nach den Geboten des Christentums die Lösung aus Jedermanns Misere gesehen hat, begibt sich in unserer Fassung „Jedermann. Eine soziale Tragödie.“ das Ensemble auf Spurensuche: Was kommt Gott für eine Rolle zu? Ist SIE* nicht auch bloß Spielstein in einer Welt, in der man mit Geld alles kaufen kann? In der die Armen wie die Reichen amoralisch sind – getreu Brechts Ausspruch: „Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral!“ Und: Kann Jedermann wirklich Erlösung finden? Was bedeutet dieses Wort überhaupt für uns? „Jedermann“ hat einen fast lehrstückhaften Charakter und setzt in unserem spätkapitalistischen Konsumzeitalter nicht zuletzt das Publikum seiner eigenen Spiegelung aus. Denn schlussendlich sind wir alle ein wenig Jedermann…

JEDERMANN Emilia Rosin
GOTT, DIE HERRIN/MAMMON Leena Harmuth
JEDERMANNS GESELL Lotta Wende
BUHLSCHAFT Ronja Bemmann
TOD Konrad Winter
WERKE Emilie Grallert
GLAUBE Ulrike Queck
ARMER NACHBAR, GAST Helena Passeck
SCHULDKNECHT, GAST Luise Sander
SCHULDKNECHTS WEIB, GAST Karla Reif
DICKER VETTER, SPIELANSAGER Lillian Schilling
DÜNNER VETTER Isabell Künitz
KOCH, GAST Sarah Palme
STATISTERIE Philipp Melinkow, Virginia Schmidt, Fritzi Grallert
BASS Edwin Lose

Künstlerische Gesamtleitung: Emilie Grallert und Max Latinski, Inszenierung: Emilie Grallert, Bühne: Sophia Salzberger, Kostüm: Victoria Scheuner, Dramaturgie und Konzept: Max Latinski, Musikalisch-Technische Leitung: Clemens Hildebrand, Requisite: Lisa-Marie Scheffler, Mitarbeit Ausstattung: Bianka Lorenz, Luise Sander, Lea Schneider, Mitarbeit Musik und Technik: Edwin Lose, Calvin Wahlers
„Da ist kein Ding so hoch und noch fest, das sich um Geld nicht kaufen lässt.“ Eine Adaption von Hugo von Hofmannsthals „Jedermann – Spiel vom Sterben eines reichen Mannes“
Genre: Theater
Dauer: 75 Minuten
Veranstalter: Ost Passage Theater
Reservierung: karten[at]ost-passage-theater.de