Es waren unsere Nachbarn …

… die im Zuge der sogenannten „Polenaktion“ am 28. Oktober 1938 von den Behörden nach Polen abgeschoben wurden, bevor sie nach dem Überfall auf Polen interniert und ermordet wurden.

Diesen Freitag, den 09.11.2018, treffen wir uns um 17 Uhr in Gedenken an die vielen Opfer des Nationalsozialismus und zu Ehren der Familie Federmann an den Stolpersteinen Nr. 123 in der Reclamstraße 10 (ehem., heute an der Ecke Weidmannstraße). Wir stellen Kerzen auf (Bitte mitbringen!), putzen gemeinsam die Steine, lesen die kurzen Biographien der Familienangehörigen und hören einige hebräische Lieder, vorgetragen auf einer Harfe.

Kommt zahlreich und lasst uns solidarisch gedenken!

Offener Brief zur Waffenverbotszone auf der Eisenbahnstraße

Keine bürgerrechtsfreie Zone in der Eisenbahnstraße

Mit Empörung mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass die Sächsische Staatsregierung mit Unterstützung der Stadt Leipzig trotz der Bedenken vieler zivilgesellschaftlicher Akteure vor Ort ab dem 05.11.2018 eine sogenannte „Waffenverbotszone“ in der Eisenbahnstraße einrichten wird. Als Teil einer politischen Stimmungskampagne in Vorbereitung auf den sächsischen Landtagswahlkampf 2019 baut sie auf einer jahrelangen Stigmatisierung des Viertels durch Medien und Polizei auf. Mit dem Leipziger Osten soll die „Waffenverbotszone“ in einem der wenigen Stadtgebiete in Sachsen errichtet werden, in dem viele verschiedene Kulturen und Religionen respektvoll und friedlich miteinander zusammenleben. Sie löst die tatsächlichen Problemlagen der Viertel nicht, sondern wird sie vielmehr verschärfen. Wir lehnen die „Waffenverbotszone“ aus folgenden Gründen ab:

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Zusätzlich aus aktuellem Anlass: Infoabend zur neuen „Waffenverbotszone Eisenbahnstraße“ – SO 28.10. 20 Uhr

Mit Empörung mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass die Sächsische Staatsregierung in Tateinheit mit der Stadt Leipzig trotz der Bedenken vieler zivilgesellschaftlicher Akteure vor Ort in der Eisenbahnstraße ab dem 05.11.2018 eine sogenannte „Waffenverbotszone“ einrichten wird.

Diese Form der „Stadtentwicklung“ schlägt der soziokulturellen Arbeit der vielen Engagierten ins Gesicht, die sich seit Jahren um ein positiveres Image der betroffenen Viertel bemühen.

Wir interpretieren das als politische Stimmungskampagne der CDU-geführten Staatsregierung in Vorbereitung auf den Wahlkampf 2019 in Sachsen. Offensichtlich passt eines der wenige Stadtgebiete in Sachsen, in dem viele verschiedene Kulturen und Religionen respektvoll und friedlich miteinander zusammenleben, nicht ins Bild einer sächsischen „Wir-sind-Wir“-Ideologie.

Wie auch immer: Wir müssen reden. Was ist zu tun?

Kommt zahlreich am SO 28.10. um 20 Uhr zum Infoabend ins Nachbarschaftstheater in der Konradstraße 27, über ALDI am Rabet.

Mehr Informationen: http://ost-passage-theater.de/spielplan/

TransInterMultikulturelles Wochenende vom 05.-07.10.2018

Während man andernorts noch vom Tag der Deutschen Einheit verkatert ist, wird im Ost-Passage Theater bereits das kommende Wochenende fieberhaft vorbereitet. Denn anders als die Republik wollen wir uns als Ort der Vielfalt präsentieren. Unter dem etwas sperrigen Titel „TransInterMultikulturelles Wochenende“, das vom Orga-Team liebevoll auch mit „TIM-Wochenende“ abgekürzt wird, starten wir ein ganz besonderes Highlight.

Nach einer kurzen Eröffnung und Programmvorschau am Freitag 05.10. um 19:00 Uhr, gastiert ab 20:00 Uhr eine 15-köpfige Theatergruppe von TheaterX Berlin-Moabit im Haus. Gezeigt wird das theatrale Musical „Meen `Iirhabi!? Who is the terrorist!? Wer ist der Terrorist!?“. Anschließend ab 23:00 Uhr im Konzert zu hören sind: Kayan Project. Das internationale Ensemble verbindet arabischen mit hebräischem und englischem Folk. Angereichert mit Improvisationen entsteht dadurch eine ganz eigene Musiksprache, die die verschiedenen Kulturgrenzen gezielt unterläuft.

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class matters – nächste Szenische Feldanalyse

Heute Abend spielen Gäste wie Performer*innen wieder ein Gesellschaftsspiel, das die Ordnungen in den Klassenverhältnissen neu verteilt. Performer*innen und Zuschauer*innen repräsentieren auf der Bühne die sozialen und kulturellen Kapitalien im Raum. Gemeinsam sortieren wir uns gemäß den eigenen Präferenzen in Klassen, werden zu Klassenkämpfer*innen und Klassenverräter*innen und setzen die sozialen Verhältnisse aufs Spiel. Und Du, Nachbarin? Zu welcher Klasse gehörst Du?

Spielstart: 20:00 Uhr

Das Ende ist nah! Der neue Anfang auch …

Nach Sommerpause, einigen Umbauten und einer fruchtbaren Teamklausur melden wir uns zurück! Ab 01.09.2018 startet die 1. Spielzeit im Ost-Passage Theater. Neben drei Premieren warten auf Dich im September wieder jede Menge spannende, theatrale Grenzformate, politische Diskussionen und inspiriende Musik.

Den aktuellen Spielplan findest Du hier.

Karten kannst Du jederzeit bestellen über: karten[ät]ost-passage-theater.de

Ost-Passage Theater – Öffnet Spielräume!

Sommer, Sonne, Sonnenschein: Spielzeitpause bis 31.08.2018!

Nach einer spektakulären ersten (Rumpf)-Spielzeit mit fast 90 höchst diversen Veranstaltungen verabschieden wir uns am 19.07. in eine kurze Spielzeitpause. Ein dickes Danke an all die vielen tollen Künstlerinnen und Künstler, die unser Haus bereichert haben und vor allem auch an ein begeisterndes Publikum.

Die freie Zeit wollen wir vor allem nutzen, um unsere Wunden zu lecken, organisatorische
Lücken zu stopfen und hier und da auch baulich am Haus nachzubessern. Zurück sind wir nach dem 31.08. Dann erwartet Dich wieder ein einzigartiges Programm u.a. mit dem Polyloid-Filmfest, VisionX, gruppe tag, GlobaLE, interaction, dem Rotterdamer Wijktheater, Act Absurdum, der Bühne für Menschenrechte, Bunega!, DramaVision und vielen mehr. Watch out!

 

Mai-Finale: Ein OPTimales Programm!

Während Klärchen mit glitzernd-leuchtenden Strahlen den Sommer aus seiner Schmollecke kitzelt, starten wir zum Ende des Wonnemonats Mai nochmal ordentlich durch:

Bereits am MI, den 23.05., gibts auf unserem Kinoslot um 21 Uhr nochmal die diesjährigen Preisträger des Kurzfilm-Festivals „KURZSUECHTIG 2018“ zum Genusse in bester Theateratmosphäre. Bevor am DO, den 24.05., um 19:30 Uhr Raul Zelik mit seinem neuen Buch „Die Vermessung der Utopie“ zu Besuch ist. Eine spannende Diskussion ist auf jeden Fall garantiert!

So richtig experimentell wird es dann am FR, den 25.05., um 20 Uhr, wenn es heißt: „Live Let’s Play mit Nele und Daniel“. Wir zocken FTL und Beholder auf der Kinoleinwand und holen den SocialMedia-Renner „Let’s Play“ live auf die Bühne. Digital ist besser!? Am SA, den 26.05., machen wir die Gegenprobe und laden alle zu einem fulminanten Brettspielabenteuer ein. Gespielt wird der Bewegungsklassiker JUNTA und wir tauchen das Ost-Passage-Theater tief in ein Ambiente aus Zigarrenqualm, Korruptionssumpf und verschwitzter Hawai-Hemden. Beide Veranstaltungen ersetzen die für das Wochenende geplante Premiere von „Manglaripe – Der Heiratsantrag“, welche nun am SO, den 17.06., um 18 Uhr stattfindet.

Am SO, den 27.05., besucht uns dann um 18 Uhr erneut das Ensembles des TheaterbundT e.V., diesmal in größerer Formation, und nimmt die Produktion „Benefiz – Jeder rettet einen Afrikaner“ wieder auf. Im Anschluss diskutieren wir miteinander über Critical Whiteness, Postkolonialismus und Diskriminierung. Referent/-innen sind angefragt.

Zusätzlich kurzfristig auf den Spielplan genommen haben wir auch die Mobilisierungsveranstaltung von Pro Choice Sachsen am MO, den 28.05., um 19 Uhr unter dem Titel PORNO, ADORNO“ mit Marian Mann. Pro Choice mobilisiert jährlich zu einer Gegendemonstration gegen radikale Abtreibungsgegner/-innen in Annaberg-Buchholz und will an diesem Abend inhaltlich über die Rolle der Pornografie in der Kulturindustrie diskutieren.

Ebenfalls neu auf dem Spielplan ist die Veranstaltung am DIE, den 29.05., mit Doris Liebscher und Carl Melchers, und ebenso spannend diskutiert wird sicher auch hier. Die beiden berichten vom NSU-Prozess und untersuchen unter dem Titel „Rassismus vor Gericht“ rassistische Vorgänge und Strukturen innerhalb des deutschen Rechtssystems.

Und am darauffolgenden MI, den 30.05., um 21 Uhr steht bereits der letzte Kinofilm im Mai ins Haus. „Überleben in Demmin“ dokumentiert die Bewohner/-innen und sozialen Gefüge einer kleinen Stadt in Mecklenburg-Vorpommern, die durch einen Massensuizid der Bevölkerung 1945 schwer traumatisiert wurden.

Schließlich – keine letzte Mainummer – sondern der krönende Abschluss folgt dann am DO, den 31.05., mit der Premiere von „Deine Mudda macht Theater“ des Lil. G Kollektivs. Glitzernde Momente sind versprochen!

 

Soweit zum Mai. Und es gibt noch mehr gute Nachrichten: Der Juni kommt! Auch dann wird es nämlich wieder OPTisch heiß hergehen und OPTimalst diskutiert werden. Wo? Na hier, im OPT! Nicht stehen bleiben, staunen, glotzen, Maulaffen feil halten. Losmachen! Wir erwarten Dich.