Zusatzveranstaltung mit dem CCT: „Die Grenzen des Möglichen erweitern“ am DO 29.11. um 19:30 Uhr

Kurzfristig neu auf unserem Spielplan: Die Bertolt Brecht Gastprofessorin Helena Waldmann ist am DO 29.11. um 19:30 Uhr im Ost-Passage Theater zu Besuch. Gemeinsam mit Heike Faude, Prof. Dr. Patrick Primavesi und dem Publikum wird die Tanzregisseurin über ihre Inszenierungen wie feierabend! – das gegengift (2008), BurkaBondage (2009), revolver besorgen (2010) oder Gute Pässe Schlechte Pässe (2017) und die Hintergründe diskutieren.

Der Eintritt ist auf Spendenbasis!

ANDIWONDER: My Own Private Family Porn – zweite Vorstellung am SO 11.11. um 18 Uhr

Wer die erfolgreiche Premiere von „ANDIWONDER: My Own Private Family Porn“ vor ausverkauftem Haus verpasst hat, kann dies diesen SO 11.11. um 18 Uhr zur zweiten Vorstellung nachholen.

Das Stück wirft einen humorvollen und intimen Blick auf verschiedene Identitätsentwürfe von Familie. Wer ist eigentlich der Autor meiner Geschichte(n)? Gehört meine Biografie wirklich mir? Nenne drei Dinge, die du deiner Mutter schon immer einmal sagen wolltest!

 

Es waren unsere Nachbarn …

… die im Zuge der sogenannten „Polenaktion“ am 28. Oktober 1938 von den Behörden nach Polen abgeschoben wurden, bevor sie nach dem Überfall auf Polen interniert und ermordet wurden.

Diesen Freitag, den 09.11.2018, treffen wir uns um 17 Uhr in Gedenken an die vielen Opfer des Nationalsozialismus und zu Ehren der Familie Federmann an den Stolpersteinen Nr. 123 in der Reclamstraße 10 (ehem., heute an der Ecke Weidmannstraße). Wir stellen Kerzen auf (Bitte mitbringen!), putzen gemeinsam die Steine, lesen die kurzen Biographien der Familienangehörigen und hören einige hebräische Lieder, vorgetragen auf einer Harfe.

Kommt zahlreich und lasst uns solidarisch gedenken!

Offener Brief zur Waffenverbotszone auf der Eisenbahnstraße

Keine bürgerrechtsfreie Zone in der Eisenbahnstraße

Mit Empörung mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass die Sächsische Staatsregierung mit Unterstützung der Stadt Leipzig trotz der Bedenken vieler zivilgesellschaftlicher Akteure vor Ort ab dem 05.11.2018 eine sogenannte „Waffenverbotszone“ in der Eisenbahnstraße einrichten wird. Als Teil einer politischen Stimmungskampagne in Vorbereitung auf den sächsischen Landtagswahlkampf 2019 baut sie auf einer jahrelangen Stigmatisierung des Viertels durch Medien und Polizei auf. Mit dem Leipziger Osten soll die „Waffenverbotszone“ in einem der wenigen Stadtgebiete in Sachsen errichtet werden, in dem viele verschiedene Kulturen und Religionen respektvoll und friedlich miteinander zusammenleben. Sie löst die tatsächlichen Problemlagen der Viertel nicht, sondern wird sie vielmehr verschärfen. Wir lehnen die „Waffenverbotszone“ aus folgenden Gründen ab:

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HEUTE SO 28.10. das letzte Mal zu sehen: gender*me version of_

Wer die Tanztheaterproduktion von Milena Gürtler und Gundula Peuthert noch nicht gesehen hat, sollte sich heute überlegen, dies nachzuholen. Letzte Chance, denn eine Wiedeaufnahm ist sehr unwahrscheinlich. Das Stück kreist um die Fragen der Fremd- und Selbstzuschreibung von Geschlechtern und sucht dabei eine ganz eigene Körpersprache zu entwickeln, bedrückend begeisternd bewegend.

„Odyssa“ zu den 3. Tagen der Syrischen Kultur am SA 27.10. 18 Uhr im OPT

Im Rahmen der 3. Tage der Syrischen Kultur in Leipzig gastiert am Samstag, den 27.10., um 18 Uhr der syrische Theatermacher Anis Hamdoun mit seiner Produktion „Odyssa“ bei uns am Haus.

Das Stück erzählt von der verzweifelten Suche Hudas, die gezwungen ist ihr Haus zu verlassen. Dabei flüchtet sie sich in eine tausend Jahre alte Welt voll Hoffnung und Fantasie. „Odyssa“ ist eine persönliche Suche nach Identität, Sicherheit und Zugehörigkeit, basierend auf dem Epos „Odyssee“ von Homer.

Zusätzlich aus aktuellem Anlass: Infoabend zur neuen „Waffenverbotszone Eisenbahnstraße“ – SO 28.10. 20 Uhr

Mit Empörung mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass die Sächsische Staatsregierung in Tateinheit mit der Stadt Leipzig trotz der Bedenken vieler zivilgesellschaftlicher Akteure vor Ort in der Eisenbahnstraße ab dem 05.11.2018 eine sogenannte „Waffenverbotszone“ einrichten wird.

Diese Form der „Stadtentwicklung“ schlägt der soziokulturellen Arbeit der vielen Engagierten ins Gesicht, die sich seit Jahren um ein positiveres Image der betroffenen Viertel bemühen.

Wir interpretieren das als politische Stimmungskampagne der CDU-geführten Staatsregierung in Vorbereitung auf den Wahlkampf 2019 in Sachsen. Offensichtlich passt eines der wenige Stadtgebiete in Sachsen, in dem viele verschiedene Kulturen und Religionen respektvoll und friedlich miteinander zusammenleben, nicht ins Bild einer sächsischen „Wir-sind-Wir“-Ideologie.

Wie auch immer: Wir müssen reden. Was ist zu tun?

Kommt zahlreich am SO 28.10. um 20 Uhr zum Infoabend ins Nachbarschaftstheater in der Konradstraße 27, über ALDI am Rabet.

Mehr Informationen: http://ost-passage-theater.de/spielplan/

Travens „Totenschiff“ schippert heute durchs Theater

Die Berliner Gruppe Act Absurdum gastiert diesen Freitag bei uns am Haus mit ihrer aktuellen Produktion „Das Totenschiff“, einer Theateradaption des gleichnamigen Romans von B. Traven.

Das Stück handelt von einem passlosen, amerikanischen Seemann, der in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts durch Europa irrt, wo er von einem Land ins andere abgeschoben wird, bis er schließlich auf der Yorikke landet – einem Totenschiff, das nur noch fährt um zu sinken und eine Versicherungsprämie für die Kompanie einzufahren.

Die Romangrundlage, die Traven vor knapp 100 Jahren lieferte, spiegelt uns das Klima eines erstarkenden Nationalismus ins Heute und analysiert dabei scharfsinnig aber auch humorvoll die Entmenschlichung in einer Welt, die dem Prinzip von Staat und Grenzen bedingungslos folgt. Der sympathisch naive Antiheld der Geschichte taumelt durch die Abgründe des kapitalistisch-nationalistischen Systems ohne dabei sentimental zu werden, ja sogar mit einer gewissen bitteren Zuversicht.

Die Gruppe Act Absurdum hat sich 2011 in Berlin gegründet. Sie setzt sich in ihren Produktionen immer wieder satirisch mit der Dialektik politischer und gesellschaftlicher Absurditäten auseinander und nennt ihren Ansatz selbst „Anarchotheater“.

  • Mehr Informationen auf unserem Spielplan
  • Kartenreservierungen über: karten[ät]ost-passage-theater.de

Bühne frei für Menschenrechte! NSU-Monologe, Asyl-Monologe und Asyl-Dialoge zu Gast in Leipzig

Es war nicht einfach, die Bühne für Menschenrechte aus Berlin noch einmal nach Leipzig zu locken. Gelungen ist es dank einer Leipziger Ost-West-Kooperation. Gemeinsam mit der Schaubühne Lindenfels können wir vom MI 10.10. bis SO 14.10. das gesamte Programm der Gruppe zeigen: Die „NSU-Monologe“, die „Asyl-Monologe“ und die „Asyl-Dialoge“. Besonders in der Reihe: Am DO 11.10. sind die „NSU-Monologe“ bei uns am Haus auch auf Türkisch zu sehen (mit deutschen/englischen Übertiteln).

Im Anschluss an die „NSU-Monologe“ am MI und DO haben wir außerdem die Anwälte der Nebenklage im Zschäpe-Prozess Antonia von der Behrens und Sebastian Scharmer eingeladen, mit dem Publikum über die eigenen Erfahrungen mit dem Verfahren rund um das rechtsradikale Mord-Trio zu diskutieren.

Interessierte sollten in jedem Fall jetzt noch schnell Karten vorbestellen, die Kontingente an der Abendkasse könnten diesmal sehr knapp ausfallen.

TransInterMultikulturelles Wochenende vom 05.-07.10.2018

Während man andernorts noch vom Tag der Deutschen Einheit verkatert ist, wird im Ost-Passage Theater bereits das kommende Wochenende fieberhaft vorbereitet. Denn anders als die Republik wollen wir uns als Ort der Vielfalt präsentieren. Unter dem etwas sperrigen Titel „TransInterMultikulturelles Wochenende“, das vom Orga-Team liebevoll auch mit „TIM-Wochenende“ abgekürzt wird, starten wir ein ganz besonderes Highlight.

Nach einer kurzen Eröffnung und Programmvorschau am Freitag 05.10. um 19:00 Uhr, gastiert ab 20:00 Uhr eine 15-köpfige Theatergruppe von TheaterX Berlin-Moabit im Haus. Gezeigt wird das theatrale Musical „Meen `Iirhabi!? Who is the terrorist!? Wer ist der Terrorist!?“. Anschließend ab 23:00 Uhr im Konzert zu hören sind: Kayan Project. Das internationale Ensemble verbindet arabischen mit hebräischem und englischem Folk. Angereichert mit Improvisationen entsteht dadurch eine ganz eigene Musiksprache, die die verschiedenen Kulturgrenzen gezielt unterläuft.

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